Das erste Jahr im 420er

Der Umstieg ist schwer.

VomTeeny, einem Zweihand Jüngstenboot, in den 420er. Im letzten Jahr segelten Marcel Rosin (Steuermann) und Simon Spohr (Vorschoter) in den TOP FIFE der deutschen Rangliste. Erfolge stellten sich schnell ein. Auf den International Youth Championship während der Travemünder Woche ersegelten sie nach 12 Wettfahrten Rang 5, belegten Rang 1 bei der Niedersachsenmeisterschaft, eroberten Rang 5 in der Hall of Fame der Teenysegler und weitere Erfolge blieben nicht aus. Der Umstieg in eine weiterführende Bootsklasse war jedoch altersbedingt vorprogrammiert.

Das Motto von Marcel und Simon lautet “segeln, wann immer was geht“.

Das neue Boot, ein 420er, wurde vom Segler-Verein Großenheidorn gestellt, dem beide Jugendsegler angehören.

Der Winter wurde für Taktikschulung genutzt und leichtes Kraft- und Konditionstraining absolviert. Ziele für die neue Saison wurden gesteckt

Oberstes Ziel war die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft der 420er. Das neue Boot, die Größe der Starterfelder, rauere Sitten, daran musste man sich erst gewöhnen. Auch der Wind war ein anderer. Es wurde auch bei 5 und 6 Beaufort, manchmal auch mehr gesegelt, das sind immerhin Windgeschwindigkeiten von 29 bis 61 km pro Stunde.

An sofortige Regattaplatzierungen unter den Top10, wie im Teenyjahr, war nicht zu denken. Erfahrungen waren zu sammeln und zu auszuwerten. Aber durch viel Wasserarbeit stellten sich kleine Erfolg ein. Die Qualifikation zur deutschen Jugendmeisterschaft wurde geschafft. Die Teilnahme an der Kieler Woche war gesichert. Segeln gegen die internationale Elite des Segelsport aus USA, England, Australien und Singapur. 200 Boote auf einer Regatta. Bisher unbekannte Dimensionen. Die Qualifikationsläufe zur Weltmeisterschaft und Europameisterschaft wurde gesegelt. Ein erster Traum ging in Erfüllung. National wurde Rang 3 auf der Niedersachsenmeisterschaft Süd ersegelt. Bei der im heimischen SVG ausgesegelten Landesmeisterschaft Niedersachsen waren Marcel und Simon viertbeste Niedersachsen. Weitere Regatten wurden im vorderen Drittel beendet.

Die Berufung in den Niedersachenkader der 420er Segler stellte sich auch ein. Kadertraining im nationalen Mekka des Segelsports in Kiel, Schwerin und Warnemünde war die Folge. Keine Woche verging ohne Wasserarbeit auf dem heimischen Steinhuder Meer und kein Wochenende ohne Kadertraining oder Regatta.

Der Segelsport ist ein teurer Sport. Die Ausrüstung, das Segelmaterial, Meldegelder für Regatten, Kadertrainings, Stellplatzgebühren während der Regatten und nicht zu vergessen, das „Futter“ für das Wohnmobil. 6000 km in einem Regattajahr sind ein Minimum.

Ohne professionelle Sponsoren undenkbar. Ohne den Einsatz der Eltern unmachbar.

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